Krankheitsbild des obstruktiven Schlafapnoesyndoms (OSAS)


Gegenstand der Schlafmedizin ist die Erforschung des Schlafes sowie die Auseinandersetzung mit den z.Zt. bekannten mehr als 70 Schlaf- und Schlaf-Wach-Störungen entsprechend der Internationalen Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD-2, veröffentlicht von der Am. Ges. f. Schlafmedizin 2005) ICSD-2. Die Tomed GmbH befaßt sich sich therapeutisch mit zwei dieser Schlafstörungen, und zwar dem primären Schnarchen und dem Obstruktiven-Schafapnoe-Syndrom (OSAS). 

Schnarchen ist nicht nur lästig und stellt viele Partnerschaften auf eine harte Probe, sondern kann bei Vorliegen von Atemaussetzern im Schlaf auch sehr gefährlich werden.

Die oberen Atemwege
Die oberen Atemwege
Im Schlaf erschlafft die Muskulatur des Rachenbereiches. Dadurch verengt sich der hintere Rachenbereich. Durch den sich erhöhenden Druck und die veränderte Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft beginnen die Weichteile zu vibrieren und die typischen Schnarchgeräusche entstehen.

In den meisten Fällen bedarf das Schnarchen keiner besonderen Behandlung, da es, abgesehen von der nächtlichen Lärmbelästigung, keine Gefahr für die Gesundheit darstellt.

Diese Form des Schnarchens ohne Atempausen und ohne Minderversorgung der Organsysteme mit Sauerstoff („Hypoxämie“) bezeichnet man als primäres oder synonym habituelles Schnarchen. Gefährlich wird es dann, wenn es zeitweilig still wird und man von dem Schnarcher kurzzeitig nichts mehr hört. Die Atmung setzt aus, wodurch der Kohlendioxidgehalt im Blut ansteigt. Mit dem bekannten "Sägegeräusch" setzt die Atmung reflektorisch wieder ein.

Schlafbezogene Atemregulationsstörungen lassen sich unterteilen in: obstruktives Schnarchen, Hypopnoen und Apnoen. Als "Apnoen" werden hierbei vollständige Atmungsstillstände an Nase und Mund von mindestens 10 Sekunden Dauer definiert. Bei "Hypopnoe" ist noch ein geringer Atemfluss vorhanden, der jedoch um mindestens 50% reduziert ist. Treten pro Stunde mehr als 5 Atemaussetzer auf, jeweils mit einer Dauer von länger als 10 Sekunden, liegt ein obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) vor. Abhängig von Häufigkeit und Dauer von Apnoen und Hypopnoen resultiert eine Unterversorgung des Organismus mit Sauerstoff. 

Symptome und gesundheitliche Folgen

Hauptsymptome der Erkrankung sind neben Schnarchen vor allem erhöhte Morgen- und Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung, Leistungsschwäche, Abgeschlagenheit, die o.a. nächtlichen Atempausen, unruhiger von Weckreaktionen unterbrochener Schlaf , Libido- und Potenzstörungen sowie Depressionen. Wenn die Atmung im Schlaf nicht einwandfrei funktioniert, werden die Organsysteme nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Eine obstruktive Schlafapnoe bedingt nicht nur die vorstehende Symptomatik, sondern sie kann auch Bluthochdruck, Herzversagen sowie Herz- und Schlaganfälle auslösen und die Lebenserwartung verkürzen. Am Ende dieser Seite finden Sie in Vorbereitung eines Arztgespräches über eine mögliche Erkrankung einen Fragebogen. Wenn Sie die dort gestellten Fragen beantworten, erhalten Sie einen ersten Hinweis, ob Sie womöglich an obstruktiver Schlafapnoe erkrankt sind.

Hauptrisikofaktor Übergewicht

Übergewicht ist Risikofaktor Nr. 1 für die Entstehung der obstruktiven Schlafapnoe wie auch des Schnarchens. Am unteren Ende dieser Seite können Sie durch Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) selbst feststellen, ob Ihr Körpergewicht noch im Normbereich liegt.

Weitere Fakoren, die eine Obstruktion der oberen Atemwege begünstigen, sind: anatomische Anomalien wie z.B. Vergrößerung der Mandeln oder des Zäpfchens (Uvula), Verdickung des Zungengrundes, ein "fliehendes Kinn" (Retrognathie), ferner alkoholische Getränke sowie muskelrelaxierende Medikamente. Beim Schlafen in Rückenlage kommt es gehäuft zu einem vermehrten Auftreten von Apnoephasen (lageabhängige obstruktive Schlafapnoe).

Häufigkeit der Erkrankung

Viele Millionen Menschen, gleichermaßen Männer und Frauen, schnarchen in Deutschland. In der Altersgruppe über 35 tritt die obstruktive Schlafapnoe bei ca. 2% aller Frauen und 4% aller Männer auf. In Deutschland gibt es 2 bis 3 Millionen Betroffene, womit diese Erkrankung den Charakter einer Volkskrankheit besitzt. 95% aller Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung und den damit verbundenen Risiken.


* Definition des Body-Mass-Index: BMI = Körpergewicht (kg)/Körperlänge² (m²)

BMI-Berechnung online

Online-Fragebogen zur Ermittlung von Schlafapnoe



Zum Seitenanfang